Auch in diesem Schuljahr gestalteten Frau Schleicher, Leiterin der Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung mit ihrer Mitarbeiterin Frau Ennenbach, beide vom Sozialwerk Meiningen, in einem Projekt den Biologieunterricht in den drei 8. Klassen.

Zu den Themen gehörten unter anderem Schwangerschaft und Geburt, sowie Prävention.

Eine aufgelockerte Atmosphäre, viele Materialien und eine zeitweilige geschlechtsspezifische Trennung der Gruppen, boten den Schülern vielfältige Möglichkeiten zur Diskussion und des Stellens von individuellen Fragen.

Aus der Sicht der Schüler war es eine gelungene Veranstaltung – interessant, lehrreich und anschaulich.

An dieser Stelle geht auch nochmals unser herzlichster Dank an Frau Schleicher und Frau Ennenbach!

                                                                                                                                           Fachschaft Biologie

 

 

 

 

 

Am Sonntag sind wir, 4 Schülerinnen unseres Gymnasiums zusammen mit Herrn Früh und Frau Fritz zum Erasmus+ Projekt nach Tschechien aufgebrochen. Nach holprigem Start (Zugausfälle aufgrund eines Brandes sowie Verständnisprobleme mit einer Bahnangestellten am Informationsschalter in Erfurt) fuhren wir 13 Stunden lang von Grimmenthal nach Erfurt, von dort nach Nürnberg und weiter zum letzten Umstieg nach Wien, bis wir kurz nach 20 Uhr in Břeclav von unseren Gastfamilien empfangen wurden. Den restlichen Abend verbrachten wir dann individuell mit ihnen. Bei allen gab es leckeres Essen und tolle Gespräche.

Am folgenden Morgen trafen wir uns um 8 Uhr an der Schule. Zunächst erhielten wir eine Führung durch das Schulgebäude. Anschließend präsentierte jedes am Projekt teilnehmende Land (Slowakei, Tschechien, Mazedonien, Polen und Deutschland) in englischer Sprache seine Ausarbeitung zum Thema „Human Relations“. Alle Beiträge waren sehr ansprechend gestaltet und gewährten uns einen Einblick in die jeweilige Schulkultur und das Leben der Schüler in anderen Ländern. Am Nachmittag wurde uns die Grundschule gezeigt und wir trafen den Bürgermeister von Břeclav. Anschließend verbrachten wir die Zeit damit, einige der Austauschschüler näher kennenzulernen.

Am Dienstag machten wir uns am frühen Morgen auf zu unserem Tagestrip zur "Punkva-Höhle", die wir - verknüpft mit einer kleinen Wanderung - besichtigten. Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis besuchten wir ein kleines Restaurant um uns zu stärken und fuhren zwei Stunden zurück nach Břeclav. Auch hier durften wir den Abend zu unserer eigenen Gestaltung nutzen.

Ab Mittwoch werden wir weiter an unserem Projekt "Voices" arbeiten und hoffentlich noch viel erleben dürfen.

 

 

Schueler
Im Auftrag der Französischen Botschaft überreichte die Direktorin des Institut Fran
çais in Leipzig, Madame Charlotte Spielewoy, die vom französischen Erziehungsministerium initiierte DELF-Plakette und würdigte damit das zehnjährige Engagement unserer Schule bei der erfolgreichen Durchführung der Prüfungen zum Erwerb des weltweit anerkannten Sprachenzertifikats, des "Diplôme d'Etudes en langue française".

Dieser Prüfungsnachweis evaluiert gemäß den Kriterien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen mündliche und schriftliche Kompetenzen auf den Niveaustufen A1 - B2 und kann somit Türen für berufliche Perspektiven im internationalen Maßstab in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur öffnen.

Im Beisein von Vertretern des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport sowie Regionalpolitikern und den Französischlehrer*Innen unseres Gymnasiums sowie weiterer Schulen unseres Landkreises nahm unser Schulleiter, Herr Petschauer, die begehrte Plakette entgegen. Er dankte all jenen Fachkolleg*Innen für ihr persönliches Engagement im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler, die auch in Zukunft an unserem Prüfungszentrum das DELF-Zertifikat erwerben können.

Umrahmt wurde die Feierstunde mit einem variationsreichen Programm, das die Französischschüler*Innen der Klassen 8/1-3 sowie Johanna Keßler aus dem Kurs 12/3 gestalteten und mit viel Applaus belohnt wurde.

 K.K.

 

 


Geschichte hautnah erfahren, das Allgemeinwissen vergrößern und den grausamen Geschehnissen der NS-Zeit gedenken – das alles kann man in der Gedenkstätte Buchenwald. Auch für Schüler der neunten Klassen vom Henfling-Gymnasium galt dies, sie begaben sich am 4. Juni auf den spannenden Ausflug in das ehemalige Konzentrationslager.

Bereits um 8:00 Uhr fuhren die beiden Busse vom Landratsamt ab in Richtung Weimar. Die rund 60 Jungen und Mädchen waren aufgeregt, obwohl so mancher Schüler die Anlage schon früher besichtigt hatte. Nach der Ankunft am Halteplatz und einer kurzen Wartezeit startete die kleine Reise mit einem Film. In einer halben Stunde wurden uns der Aufbau und die Entstehung des Lagers bis zu seiner Zerstörung 1945 nähergebracht. Außerdem redeten ehemalige Häftlinge über ihr Schicksal und beschrieben die Zustände noch einmal genauer. Wir sahen Originalbilder sowie Skizzen und Zeichnungen, auch Ausschnitte von Reden einiger Nationalsozialisten.

Danach wurden wir nach Klassen eingeteilt und jeder Gruppe wurde ein Touristenführer zugeteilt. Diese Personen zeigten uns alle Abschnitte des Lagers. Es begann an einer Tafel mit Lageplan. Hier beeindruckte uns vor allem die Größe der Stätte. Nach dem Entlanglaufen des Weges, welchen auch die Gefangenen nehmen mussten, betraten wir einen Raum mit maßstabsgetreuer Nachbildung des Konzentrationslagers in Vogelperspektive. Der Guide erklärte uns die Geschichte des Platzes - vom Bau bis zur Nutzung durch die sowjetische Besatzungsmacht 1950. Danach wurden Extraräume direkt am Eingang betreten, welche der Folter und des Mordes dienten. Auch dieser Fakt erschütterte uns.

Nun betraten wir den Bereich der Gefangenen. Keine der Baracken, welche die Schlafplätze der Geschädigten waren, stand mehr. Daher besuchten wir das Krematorium. Am wohl grausamsten Ort erwarteten uns Bilder der Leichen und die restaurierten Öfen. Der zugehörige Keller, in dem die Toten aufbewahrt wurden, ließ uns ebenfalls schaudern. Geschichten vom Ausrauben der Verstorbenen, Betrug an den Angehörigen und andere entsetzliche Fakten schufen eine niedergedrückte Stimmung in uns. Am Ende der Führung bedankten wir uns bei den Touristenführern, die uns viel Neues vermittelten, aber uns auch die Wichtigkeit dieses Teils der deutschen Geschichte klarmachten. Uns wurde bewusst, dass solche Verbrechen immer in Erinnerung gerufen werden müssen, damit sich das Leid nicht wiederholt.

Am Ende konnten wir uns noch eine Stunde lang das Museum zur Gedenkstätte anschauen. Es enthielt Bilder von Zeitzeugen, Tonausschnitte und Gegenstände wie Briefe und Zeichnungen. In der zeitlichen Reihenfolge gab es auch Texte und Berichte über das KZ Buchenwald. Mit diesen interaktiven Methoden fesselte uns das Museum sehr. Ebenfalls war eine Ausstellung vorhanden und andere Räume wurden mit Memoiren aus der Vergangenheit ausgeschmückt. Um 13:00 Uhr fuhren wir schließlich zurück nach Meiningen. Wir trugen gemischte Gefühle in uns, da die zur Schau gestellte Vergangenheit erdrückend war, doch wir waren auch glücklich, in einer hochinteressanten Stätte so viel Neues erfahren zu haben.

 

Nils Frauenberger, Kl.9/2