Collage 2 BilderDrei Sonderpreise, zweimal Platz 3, zweimal Platz 2 und zweimal Platz 1. Das ist nicht etwa die Bilanz Deutschlands bei der diesjährigen Nordischen Ski-WM, sondern von fünf Gruppen des Henfling-Gymnasiums beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“.

Trotz der erschwerten Bedingungen für die Zusammenarbeit in den Gruppen ist es den Teilnehmern gelungen mit grandiosen Ergebnissen im Wettbewerb zu bestehen. Genauso zu würdigen sind die Arbeiten der weiteren Teilnehmerinnen, die zwar keinen Preis erhalten haben, aber ebenso zeigen konnte, was man in der 7. Klasse leisten kann. Damit haben alle Gruppen eine gute Vorbereitung auf weitere Projektarbeiten, wie beispielsweise die Seminarfacharbeit in der Klasse 12. Wenn das kein Anreiz für „Jugend forscht 2022“ ist?!

Glücklich dürfte auch der betreuende Lehrer, Herr Klimmt, gewesen sein! Neben den Projektpreisen für seine betreuten Gruppen freute er sich auch über den Betreuerpreis, der in jedem Regionalwettbewerb an eine engagierte Lehrkraft vergeben wird.

Die erfolgreichen Siegergruppen werden ihr Projekt Ende März im Landeswettbewerb präsentieren. Hierfür drücken wir jetzt schon ganz fest die Daumen für eine erfolgreiche Teilnahme!

Übersicht über die Teilnehmer und Preisträger des Henfling-Gymnasiums beim Regionalwettbewerb Jugend forscht Südwestthüringen 2021

Jonas Klimmt (Sonderpreis für engagierte Talentförderer; 100 €)

Stand: 14 Einfluss von unterschiedlichen Materialien auf Wärmespeicherung bei Wasser (Physik; Sonja Bauernfeind, Clara Hauck)

> 1. Preis (75 €), Regionalsieger und qualifiziert für Landesfinale

> Sonderpreis Sponsorpool Thüringen (60 €)

Stand: 6 Auf welchem Nährboden wächst Kresse am schnellsten? (Biologie; Gunther Neitzke, Walther Neitzke)
> 1. Preis (75 €), Regionalsieger und qualifiziert für Landesfinale

Stand: 7 Herstellung von Pflanzenfarben (Biologie; Wolf Lehmann, Paul Tjarks)

> Sonderpreis GEOlino Jahresabonnement

> 2. Preis (60 €)

Stand: 10 Die Vulkanexplosionen (Chemie; Mia-Sophie Bardt, Anna-Lena Popp, Mia Wilhelm)

 > 2. Preis (60 €)

Stand: 21 Elektroflugzeug (Physik; Leart Miftari, Arian Surduli, Nicolas Junitz)

> Sonderpreis plusMINT für interdisziplinäre Projekte (75 €)

Stand: 9 Mikroskopieren der Wasserpest (Biologie; Annabell Täubert, Helena Zoe Müller, Alwine Albrecht)

> 3. Preis (45 €)

Stand: 11 Wie entsteht Schnee?Und kann man ihn auch selbst erzeugen? (Chemie; Jette Elisa Roth, Mika Kellner, Finja Grohmann)

> 3. Preis (45 €)

Stand 27: Wir bauen eine Robo-Hand (Technik; Antonia Driesel, Juliana Boxberger, Zuhal Sakhi Zada)

> kein Preis

 

 

 

 

Am 24.03. und 25.03 finden die Remote-HackDays an unserer Schule statt.

Was sind eigentlich HackDays?

Schüler und Schülerinnen können ihr schulisches Umfeld mitgestalten und sich dabei gleichzeitig im Programmieren ausprobieren.

Eigentlich waren diese beiden Tage in Präsenzform geplant, Corona macht uns einen Strich durch die Rechnung. Aber die Organisatoren der Klaus Tschira-Stiftung und des Vereins Wissenschaftlich-Technische Lernorte (Witelo) Jena haben eine Online-Variante entwickelt, so dass die Schüler von zu Hause aus mittels digitaler Lösungen mit allen Beteiligten kommunizieren.

Die Schüler haben die Materialien (z.B. Mikrocontroller, Sensor Kits und Beschreibungen) bereits erhalten. Bei der Planung und Umsetzung der Ideen unserer Schülerinnen und Schüler, vorrangig der 8.Klassen, werden diese durch ein Projektteam unterstützt.

Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

 

 

 

Der beste Mathematiker des Henfling-Gymnasiums Meiningen, Levi Reckwell aus der Klasse 7/2, rechnet in der Landesrunde der Mathematikolympiade unter besonderen Bedingungen. Levi qualifizierte sich durch sehr gute Ergebnisse in der 2. Runde der 60. Mathematikolympiade in die nächste Runde. Diese findet eigentlich in Erfurt statt, wo sich die besten Mathematiker Thüringens treffen. Nach den beendeten Klausuren, welche jeweils 270 Minuten dauern, wird oft heiß und ausgiebig über gefundene Lösungsstrategien diskutiert. Leider kommt corona-bedingt Levi dieses mal nicht in diese für ihn auch gewinnbringende Situation. Da er immer an der Leistungsförderung unseres Gymnasiums und dem Korrespondenz Zirkel der Goetheschule Ilmenau teilnimmt, zeigt sich seine Anstrengungsbereitschaft und es zeigt sich somit ein Ausblick auf die 61. Mathematikolympiade.

Ein großes Dankeschön gebührt der Rhön-Rennsteig-Sparkasse, die trotz Pandemie auch diese Olympiade großzügig unterstützt hat.

 

 

 

Im Geschichtsunterricht des Kurses Geschichte gA 21 wollten wir uns in einem historischen Exkurs mit dem Jubiläum des 30. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung am 03.10.2020 beschäftigen. Durch Zufall erfuhren wir, dass sich auch der Euroscola Wettbewerb 2020 mit dem Thema „Vereinigtes Deutschland - vereinigtes Europa?“ auseinandersetzte. Gemeinsam beschlossen wir, uns an diesem Wettbewerb zu beteiligen.

Wir suchten uns gemeinsam die Leitfragen: „Wie haben sich Europa und die EU seit 1989/1990 verändert? Wie vereint ist Europa heute?“ aus und sammelten erst einmal Ideen, in welcher Art wir uns an diesem Wettbewerb beteiligen können. Erstellen wir ein Video oder schreiben wir einen Text oder zeichnen wir einen Comic? Auch hier wurde demokratisch im Kurs abgestimmt und wir einigten uns schnell darauf, ein Video zu erstellen.

Unser Ziel war es, die Jugend am Ende der DDR mit unserer heutigen Jugend zu vergleichen. Also mussten wir erst einmal recherchieren. Wir befragten unsere Eltern und Großeltern, wie ihre Jugend in der ehemaligen DDR ablief, welche Besonderheiten es gab und wie sie ihre Wochenenden und ihre Freizeit verbrachten. Schnell stellten wir fest, dass es zwar einige Gemeinsamkeiten, wie das Treffen mit Freunden oder der Besuch der „Disco“ gab, aber das war es auch schon. Interessiert intensivierten wir die Spurensuche, um noch mehr über den Alltag der Jugendlichen um 1989 zu erfahren. Erstaunt stellten wir fest, wie gut es uns heute geht und wie viele Möglichkeiten wir heute haben, aber auch, dass viele Jugendliche ihre Jugend in der DDR als größtenteils angenehm empfunden haben.

Nach unseren Recherchen suchten wir einen Weg, wie wir unsere Ergebnisse interessant, kurzweilig und zeitgemäß präsentieren zu können. Als wir uns endlich auf eine Form geeinigt hatten, trat für uns der worst case ein - CORONA! Eine Arbeit in Kleingruppen war im März 2020 nicht mehr möglich, da der erste Lockdown das schulische Leben erst einmal auf Eis legte. Auf digitalem Weg versuchten wir, weiter voran zu kommen, aber so richtig funktionierte das im Frühjahr noch nicht. Glücklicherweise startete Ende April die Schule wieder und wir konnten in der Schule an der Fertigstellung unseres Videos arbeiten.

Wir gestaltetet ein Video im WhatsApp-Stil und stellten hier unsere Erkenntnisse dar. Unsere Kursleiterin reichte unser Ergebnis ein und das lange Bangen begann.

Zu Beginn des neuen Schuljahres erhielten wir die Nachricht, dass unser Video die Euroscola-Jury des Europäischen Parlaments überzeugt hat und wir zu den Gewinnern des Wettbewerbes zählten. Die Freude war natürlich groß, da als Preis eine Fahrt nach Straßburg und der Besuch des Europäischen Parlaments ausgeschrieben war. Und dann… wieder CORONA!

Leider wurden alle Fahrten nach Straßburg gestrichen, da das Risiko der Pandemie einfach nicht außer Acht gelassen werden durfte.

Um aber trotzdem einen Blick in das EU-Parlament werfen zu können, initiierten die Verantwortlichen des Euroscola-Wettbewerbes verschiedene digitale Events. So bekamen wir am 12.03.2021 die Möglichkeit, virtuell an einer Sitzung des Europäischen Parlamentes teilzunehmen. Im Vorfeld konnten wir Fragen, welche uns im Bezug auf die EU bewegen, einreichen. Gespannt warteten wir am Freitag Vormittag auf die Freischaltung der Veranstaltung und hofften darauf, ob auch eine unserer Fragen während dieser Sitzung diskutiert werden würde.

Zu Beginn der Online-Veranstaltung fand die Begrüßung durch den Präsidenten des EU-Parlaments David Maria Sassoli statt und anschließend konnten alle SchülerInnen über ein interaktives Portal ihre Teilnahme durch die Angabe ihres Heimatlandes bestätigen. So sahen wir, wie viele Schulen aus ganz Europa und sogar aus Afrika an der Veranstaltung teilnahmen.

Nach diesem kleinen „Kennenlernen“ begann das Programm. Zunächst stellte sich Katarina Barley, eine der 14 VizepräsidentenInnen des Europäischen Parlaments, vor. Sie erzählte unter anderem von ihrem politischen Werdegang und ihrer Arbeit im EU-Parlament.

Dann folgte der erste große Programmpunkt, bei welchem uns und allen anderen TeilnehmernInnen die Vizepräsidentin Katarina Barley Rede und Antwort stand. Jeder konnte nun live Fragen an die SPD-Politikerin stellen. Dies war einerseits über das bereits erwähnte interaktive Portal oder direkt in der Videokonferenz möglich. Die beiden Moderatoren, welche sich im Plenarsaal des EU-Parlaments befanden, wählten nun die meist gestellten und interessantesten Fragen aus und stellten diese Barley. Es war sehr spannend zu verfolgen, wie groß das politische und gesellschaftliche Interesse der europäischen Schülerschaft ist. Die gestellten Fragen waren inhaltlich sehr vielfältig und bezogen sich auf Themen wie Bildung, die Corona-Pandemie, Sexismus sowie Gefahren und Probleme in der EU und im Parlament selbst. Doch auch die Beantwortung durch Barley war sehr eloquent und gewinnbringend. Sie antwortete auf jede Frage mit Bedacht und gab Ratschläge, wie auch wir als zukünftige Generation einen Beitrag leisten können, um gegen die thematisierten Probleme anzukämpfen.

Nach der Fragerunde begann dann der zweite Teil der Veranstaltung. Dieser drehte sich rund um die Thematik der Solidarität innerhalb der EU in einer Phase der Not und inwiefern wir in dieser handeln müssen. Hierbei waren nun alle TeilnehmerInnen gefragt. Jeder sollte sich Gedanken machen und Ideen beisteuern, um der Problemfrage auf den Grund zu gehen und mögliche Lösungsansätze zu finden. Somit konnten die Ideen zur Verbesserung von einem jeden von uns gesammelt werden und diese gelangten dann auf direktem Weg zur Spitze der EU. Dieser Teil des Programms wurde von Antoine Cahen, Generalsekretär des EU-Paraments, geleitet und kommentiert. Auch hier waren die angebrachten Denkansätze und Ideen der SchülerInnen sehr interessant. Aufgrund technischer Probleme erwies sich die aktive Teilnahme in der zweiten Hälfte der Veranstaltung jedoch als kompliziert, da die Verbindung des Öfteren abbrach und die Ton- und Bildqualität stark verzögert war. Trotzdem empfanden wir die Möglichkeit, einen kleinen Einblick hinter die Kulissen des Europa-Parlament zu erhaschen als positive und lehrreiche Erfahrung. Viele von uns konnten sich das ein oder anderen Wort der Vizepräsident Barley zu Herzen nehmen und die EU aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernen. Und so konnten wir trotz der ausgefallenen Fahrt nach Straßburg neue und gewinnbringende Erkenntnisse für uns mitnehmen.

                                                                       Schülerinnen und Schüler des Kurses Ge gA 21