21th Century skills? Was soll das denn sein, wird sich so mancher fragen. Dies herauszufinden und zu erlernen, wie man diese skills erwerben kann, dem stellten sich 180 Thüringer Lehrerinnen und Lehrer.

Am Mittwoch, 04.03.2020 fand am Henfling-Gymnasium Meiningen ein ganz besonderer Schultag statt. An diesem Tag besuchten nicht nur die Schülerinnen und Schüler unsere Schule, sondern ca. 180 Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Thüringen. Diese trafen sich in den Räumen des Henfling-Gymnasiums, um etwas über die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalen Bildung zu lernen. Die Bildungsplattform „excitingedu.de“ und der Klett-MINT-Verlag waren Veranstalter dieser Bildungsmesse und ermöglichten interessierten Lehrerinnen und Lehrern die verschiedensten Möglichkeiten der Digitalen Bildung kennen zu lernen und auszuprobieren. Zahlreiche Referenten und Referentinnen stellten ihr Know-How zur Verfügung und präsentierten in verschiedenen Workshops, wie unsere Schülerinnen und Schüler auf die Kompetenzen des 21. Jahrhunderts, den sogenannten 21th century skills, vorbereitet werden können. In der Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler sollen die Kompetenzen Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration eine wichtige Rolle spielen. Diese Kompetenzen sollen neben den bekannten Lehrplaninhalten im 21. Jahrhundert erworben werden. Wie dies erfolgen kann, davon konnten sich die zahlreichen Besucher dieser Bildungsmesse heute am Henfling-Gymnasium überzeugen.

Medienpädagogen und Medienpädagoginnen ermöglichten den Lehrkräften sich selbst auszuprobieren. In einem Workshop wurde beispielsweise gezeigt, wie Erklärvideos erstellt und im Unterricht genutzt werden können. Auch multimediale Nachschlagewerke wurden vorgestellt. Hier können die Schülerinnen und Schüler online Wissen recherchieren und dieses selbstständig auf der Bildungsplattform überprüfen. Ein weiterer Workshop zeigte die kreative Auseinandersetzung mit Lyrik.

Andreas Hofmann, selbstständiger Medienpädagoge, ist Initiator und Ausgestalter dieser Bildungsmesse. Als ehemaliger Lehrer und Pionier des Tabletunterrichts ist es ihm ein großes Anliegen, die Möglichkeiten der digitalen Bildung in die Schulen zu tragen. Er weiß, dass viele diesem Novum skeptisch gegenüber stehen, sagt aber, dass sich Schüler, Eltern und Lehrer dem Entwicklungsprozess öffnen sollen und auch mal Rückschläge als Chance nutzen sollten.

Welche Chancen das Novum digitaler Bildung ermöglicht, konnten Lehrerinnen und Lehrer in weiterführenden Workshops erfahren. Als schönes Beispiel ist hier der Geografie-Unterricht in Form eines „Escape-Rooms“ zu nennen. Natürlich werden die Schülerinnen und Schüler nicht in das Klassenzimmer eingeschlossen, sondern anhand einer Geschichte und verschiedener Rätsel führt Verena Knoblauch, Medienpädagogin und Referentin des Workshops, ihre Schülerinnen und Schüler an die Inhalte der europäischen Geografie heran. Die Antworten der Rätsel sind beispielsweise hinter QR-Codes versteckt, die dann einen Link zur Lösung parat haben. Diese Art des Unterrichtes verbindet also den Einsatz neuer medialer Technik mit dem selbstständigen Aneignen von Wissen.

Neben dem Vorstellen der Möglichkeiten und dem Ausprobieren stand natürlich auch der Austausch im Fokus dieser Bildungsmesse. In regen Gesprächen tauschten sich Referenten, Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Vertreter der Schulleitungen und der Schulträger über die Umsetzung der vorgestellten Möglichkeiten aus.

Die anwesenden Pädagogen waren alle sehr dankbar, an diesem besonderen Schultag teilnehmen zu können und wollen die Umsetzung des Gelernten möglichst bald in ihren Schulalltag integrieren.