Einschränkungen im Busbetrieb

Betroffen sind die Ortschaften Belrieth, Vachdorf und Leutersdorf.

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Am Donnerstag und Freitag bekamen wir, die Schüler der 11.Klasse, einen ganz besonderen Einblick in die Welt der Politik. Ein vom Europäischen Parlament, Verbindungsbüro München, in Zusammenarbeit mit Eurosok, einem Netzwerk aus Beratern und Experten aus verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen, Europa-Projekt über die Asylpolitik konnte erstmalig für das Henfling-Gymnasium gewonnen werden.

Dafür kamen zwei aktuelle Politikexperten (Miriam Leue & Adrian Hammer) nach Meiningen, um die geplante Veranstaltung konkret zu begleiten. Zu Beginn erhielt jeder Schüler eine kleine Rollenbiographie, worin der entsprechende Status festgelegt wurde und worin stand, ob man Mitglied im europäischen Rat oder im Parlament war. Außerdem waren generelle Punkte als Basis für eine kontroverse Diskussion in einer Liste erfasst worden, die die Gespräche zwischen den Vertretern (als Rolle übernommen durch die Schüler) erleichtern sollten. So hatte jeder im Parlament beispielsweise eine zu vertretene Fraktion und im Rat ein europäisches Land zu repräsentieren. Zwei Rolle wurden dabei wie üblich für die jeweiligen Präsidenten vergeben.

Am Henfling-Gymnasium waren die Räume wundervoll geschmückt, jedes Mitglied des Rates hatte seine Landesfahne vor sich gehisst und im Parlament wurden kleine Schilder aufgestellt. Außerdem bekam jeder Schüler bzw. "Politiker" ein Namenschild, worauf jedoch nicht der eigene Name sondern der des zu vertretenden Politikers stand. Um das Gesamtpaket zu perfektionieren trugen einige Teilnehmer Anzüge, aber auch die Damen hatten sich „in Schale geworfen“. Nach der grundsätzlichen Einteilung begann das Projekt am Donnerstag mit einem kurzen Vortrag der Projektleiter. Danach schritten wir Schüler gleich zur Tat, denn es gab viel zu tun, beispielsweise stand der erste Änderungspunkt auf der politischen Tagesordnung. Diese trugen die beiden Präsidenten des Parlaments für einen kurzen Augenblick im Europarat vor, um die beschlossenen Änderungsvorschläge zu präsentieren. Da sich der erste Streitpunkt mit dem Ort der Bildung minderjähriger Flüchtlinge beschäftigte, konnten wir uns alle sehr gut positionieren. Zwar durften wir unsere eigene Meinung und Vorschläge mit einbringen, jedoch durften wir auch die vorgegebene Haltung des Landes bezüglich der Thematik nicht missachten, da wir dieses ja in unserer Rolle repräsentierten. Der zweite Änderungspunkt befasste sich mit der Frage, ab wann der Arbeitsmarkt für Asylbewerber zugängig ist.

Am Freitag, dem zweiten Tag der Politiksimulation am Henfling-Gymnasium, spielten dann die Medienvertreter eine besondere Rolle bei der Pressekonferenz, in welcher die Journalisten provokative Fragen an einzelne Minister stellten, welche sich dann für ihre Stellung rechtfertigen mussten. Daraufhin folgte eine professionelle Präsentation von einem der Projektleiter über die aktuelle Flüchlingssituation in ganz Europa. In Folge dessen kooperierten erstmals Parlament und Rat miteinander, um offene Fragen zu klären. Abschließend gab es eine Vorstellung unserer Richtlinien und der Ergebnisse des Verhandlungsverlaufs.

Hervorzuheben ist, dass die Projektleiter unserer Arbeit als ,,so detailliert wie noch nie" bezeichneten. Im Allgemeinen kam das Simulationsspiel sehr gut an. Nach einzelnen Befragungen äußerte sich Benedikt Lehoczky, welcher im EU-Rat Slowenien vertrat, wie folgt: ,,Das Simulationsspiel ist eine sehr jugendfreundliche, aber auch aufwendige Methode, um die Verabschiedung und Gestaltung eines Gesetzes nachzustellen und das Interesse an der Politik zu wecken." Die Vertreterin Irlands der Fraktion EVP; Anne Schön, empfand das Projekt als „einen guten Einblick in die Politikwelt, welcher informativ und sehr lehrreich gestaltet wurde“. Wir Schüler hatten also eine unterhaltsame aber auch äußerst lehrhafte und intensive Zeit während der Politiksimulation.

Ein großes Dankeschön geht an unsere Spanischlehrerin, Frau Goribar, die das ganze Projekt in die Wege geleitet hat und viel Zeit für die Organisation investierte. Wir sind alle sehr dankbar, dass wir als erstes Gymnasium in Thüringen das Europaprojekt durchführen durften. Ohne Frau Goribars Engagement wäre dies unvorstellbar gewesen.

Zoe Kambs