Schueler
Im Auftrag der Französischen Botschaft überreichte die Direktorin des Institut Fran
çais in Leipzig, Madame Charlotte Spielewoy, die vom französischen Erziehungsministerium initiierte DELF-Plakette und würdigte damit das zehnjährige Engagement unserer Schule bei der erfolgreichen Durchführung der Prüfungen zum Erwerb des weltweit anerkannten Sprachenzertifikats, des "Diplôme d'Etudes en langue française".

Dieser Prüfungsnachweis evaluiert gemäß den Kriterien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen mündliche und schriftliche Kompetenzen auf den Niveaustufen A1 - B2 und kann somit Türen für berufliche Perspektiven im internationalen Maßstab in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur öffnen.

Im Beisein von Vertretern des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport sowie Regionalpolitikern und den Französischlehrer*Innen unseres Gymnasiums sowie weiterer Schulen unseres Landkreises nahm unser Schulleiter, Herr Petschauer, die begehrte Plakette entgegen. Er dankte all jenen Fachkolleg*Innen für ihr persönliches Engagement im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler, die auch in Zukunft an unserem Prüfungszentrum das DELF-Zertifikat erwerben können.

Umrahmt wurde die Feierstunde mit einem variationsreichen Programm, das die Französischschüler*Innen der Klassen 8/1-3 sowie Johanna Keßler aus dem Kurs 12/3 gestalteten und mit viel Applaus belohnt wurde.

 K.K.

 

 

Im Rahmen des Deutschunterrichtes begaben sich die Schülerinnen und Schü-ler der achten Klassen mit dem Bamberger Buchautor, Sprachforscher und Dozenten Herrn Dr. Rolf-Bernhard Essig auf Entdeckungsreise in Sachen Herkunft, Bedeutung und Verwendung von Sprichwörtern und Redensarten.

Dank lebhaften Austauschs zwischen dem Sprach-Entertainer und dem jugendlichen Publikum offenbarte sich das breite Spektrum tiefsinniger wie auch lapidarer Sprachwendungen, die nur in einer einzelnen Sprache zu finden sind oder solcher, die ihren Weg in den internationalen Sprachraum gefunden haben.

Anhand konkreter, zum Teil frappierender Beispiele, wurde die manipulative Wirkung von Sprache und Sprachgebrauch verdeutlicht. In diesem Sinne sollten wir in unserer alltäglichen Kommunikation kritisch und selbstkritisch über Sprache und Sprachgebrauch reflektieren.

Im Kunstunterricht werden die gewonnenen linguistischen Einsichten ihre kreative Umsetzung finden, indem die Teilnehmer die von ihnen gewählten Sprichwörter in Form, Farbe und Bild individuell gestalten.

K.K.  

 

 

Ein weiterer Schritt in Richtung ökologische Schulhofgestaltung des Henfling-Gymnasiums wurde am Donnerstagnachmittag getan. Nach Unterrichtsschluss trafen sich erneut interessierte und engagierte Schüler der Klassenstufen 6 und 9, allen voran Paul Lang, Felix Wiesecke sowie Linus Zimmermann, mit ihren Lehrern und Initiatoren des Projektes Christian Schlembach und Julia Häusler, um den hiesigen Schulhof für die Insektenwelt attraktiver zu gestalten. Hierfür wurde die abgeräumte und eingeebnete Fläche eines ehemaligen Komposthaufens mit insektenfreundlichen Pflanzen besät. Wenn alles gut läuft, können die Insekten bereits in fünf bis sechs Wochen den ersten Nektar und Pollen auf den Blüten der Schmetterlingswiese sammeln. Um den Insekten ebenso wie Spinnen, Blindschleichen und vielleicht sogar ein paar Kleinsäugern Lebensraum bieten zu können, wurden in unmittelbarer Nähe zwei Totholzhaufen angelegt. Ein großer Dank gilt allen Helfern, die es durch ihre Hilfsbereitschaft ermöglichen, den Biologieunterricht noch anschaulicher zu gestalten!

 

 

 

 

 


Geschichte hautnah erfahren, das Allgemeinwissen vergrößern und den grausamen Geschehnissen der NS-Zeit gedenken – das alles kann man in der Gedenkstätte Buchenwald. Auch für Schüler der neunten Klassen vom Henfling-Gymnasium galt dies, sie begaben sich am 4. Juni auf den spannenden Ausflug in das ehemalige Konzentrationslager.

Bereits um 8:00 Uhr fuhren die beiden Busse vom Landratsamt ab in Richtung Weimar. Die rund 60 Jungen und Mädchen waren aufgeregt, obwohl so mancher Schüler die Anlage schon früher besichtigt hatte. Nach der Ankunft am Halteplatz und einer kurzen Wartezeit startete die kleine Reise mit einem Film. In einer halben Stunde wurden uns der Aufbau und die Entstehung des Lagers bis zu seiner Zerstörung 1945 nähergebracht. Außerdem redeten ehemalige Häftlinge über ihr Schicksal und beschrieben die Zustände noch einmal genauer. Wir sahen Originalbilder sowie Skizzen und Zeichnungen, auch Ausschnitte von Reden einiger Nationalsozialisten.

Danach wurden wir nach Klassen eingeteilt und jeder Gruppe wurde ein Touristenführer zugeteilt. Diese Personen zeigten uns alle Abschnitte des Lagers. Es begann an einer Tafel mit Lageplan. Hier beeindruckte uns vor allem die Größe der Stätte. Nach dem Entlanglaufen des Weges, welchen auch die Gefangenen nehmen mussten, betraten wir einen Raum mit maßstabsgetreuer Nachbildung des Konzentrationslagers in Vogelperspektive. Der Guide erklärte uns die Geschichte des Platzes - vom Bau bis zur Nutzung durch die sowjetische Besatzungsmacht 1950. Danach wurden Extraräume direkt am Eingang betreten, welche der Folter und des Mordes dienten. Auch dieser Fakt erschütterte uns.

Nun betraten wir den Bereich der Gefangenen. Keine der Baracken, welche die Schlafplätze der Geschädigten waren, stand mehr. Daher besuchten wir das Krematorium. Am wohl grausamsten Ort erwarteten uns Bilder der Leichen und die restaurierten Öfen. Der zugehörige Keller, in dem die Toten aufbewahrt wurden, ließ uns ebenfalls schaudern. Geschichten vom Ausrauben der Verstorbenen, Betrug an den Angehörigen und andere entsetzliche Fakten schufen eine niedergedrückte Stimmung in uns. Am Ende der Führung bedankten wir uns bei den Touristenführern, die uns viel Neues vermittelten, aber uns auch die Wichtigkeit dieses Teils der deutschen Geschichte klarmachten. Uns wurde bewusst, dass solche Verbrechen immer in Erinnerung gerufen werden müssen, damit sich das Leid nicht wiederholt.

Am Ende konnten wir uns noch eine Stunde lang das Museum zur Gedenkstätte anschauen. Es enthielt Bilder von Zeitzeugen, Tonausschnitte und Gegenstände wie Briefe und Zeichnungen. In der zeitlichen Reihenfolge gab es auch Texte und Berichte über das KZ Buchenwald. Mit diesen interaktiven Methoden fesselte uns das Museum sehr. Ebenfalls war eine Ausstellung vorhanden und andere Räume wurden mit Memoiren aus der Vergangenheit ausgeschmückt. Um 13:00 Uhr fuhren wir schließlich zurück nach Meiningen. Wir trugen gemischte Gefühle in uns, da die zur Schau gestellte Vergangenheit erdrückend war, doch wir waren auch glücklich, in einer hochinteressanten Stätte so viel Neues erfahren zu haben.

 

Nils Frauenberger, Kl.9/2