Jährlich bietet die Technische Universität Ilmenau für Kinder verschiedener Jahrgangsstufen die Möglichkeit, schon einmal ein bisschen Uni-Luft zu schnuppern. Dieses Angebot nutzte dieses Jahr die Jahrgangsstufe 6 des Henfling-Gymnasiums Meiningen.

Nach den Aufregungen des Abends und des Morgens durch den Bombenfund in Meiningen konnten wir am 13.11.2019 pünktlich starten. Nachdem unser Treffpunkt noch kurzfristig vom Bahnhof ans Landratsamt verlegt wurde, saßen 86 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern aufgeregt im Bus. Alle waren gespannt, was sie in Ilmenau erwarten würde.

Unser Tag begann mit der Immatrikulation, bei welcher alle Neu-Studenten ihren Studentenausweis erhielten. Anschließend bekamen wir einen Studenten an unsere Seite gestellt, der uns den Campus der TU zeigte und uns ein bisschen über das Leben als Student erzählte. Nach dem Rundgang besuchten wir ein Institut der Uni, in welchem wir ein Spiel zur Weltbevölkerung und der Verteilung des Wohlstandes spielten. Wir waren sehr überrascht über die Verteilung des Wohlstandes im Vergleich zur Anzahl der Bevölkerung. Wir sammelten Ideen, wie denn Wohlstand gleichmäßig auf die Bevölkerung verteilbar wäre. In unserem Spiel hat es recht gut geklappt, dass alle Menschen den gleichen Wohlstand hatten. Vielleicht sollten die Politiker die Kinder bei der ein oder anderen Problemlösung zu Rate ziehen.

Nachdem wir diese Station beendet hatten, durften wir uns beim „Uni-Sport“ richtig auspowern. Auch hier hatten Studenten einen Staffellauf und ein Versteckspiel für uns vorbereitet. Denn Sport gehört ja bekanntlich auch zum Studentenleben dazu. Zwischen den Stationen konnten wir in der Mensa eine Pause einlegen und uns stärken.

Nach dem Sport stand der Höhepunkt des Tages auf dem Programm. Wir gingen in den großen Hörsaal der Uni, in welchem wir gleich zwei Vorlesungen lauschen durften.

Insgesamt 600 Schülerinnen und Schüler hörten die Vorlesungen der Ilmenauer Professoren. Ein Junge und ein Mädchen durften die Vorlesung sogar aktiv mit gestalten. Ihre Stimmen wurden für einen Film der Studenten aufgenommen und bearbeitet, so dass eine völlig verzehrte Stimme entstand.

In der zweiten Vorlesung wurde uns gezeigt, wie Holographie entsteht. Dabei spielte die Zusammensetzung unseres sichtbaren Lichtes eine bedeutende Rolle. Wir waren erstaunt, was mit Technik, die an der TU immer weiter entwickelt wird, alles möglich ist.

Nach einem langen und anstrengenden Tag erreichten wir kurz nach 18.00 Uhr wieder Meiningen. Für uns alle war es ein sehr interessanter Tag und der ein oder andere überlegt bereits, welchen Studiengang er an der Uni belegen möchte.